WAHRHEITEN ZU FINDEN IST EIN TEIL VON MEINEM PERSÖNLICHEN LEBENSSINN


 
In den 10 Jahren "Mensch trau` Dich" habe ich sehr viele Erfahrungen sammeln können und mir einiges von der Seele geschrieben.

In dieser Zeit ist die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gedriftet und für viele Menschen gibt es immer weniger Sinn für das eigene Leben.

Doch hier möchte ich ansetzen und Mut machen, nicht einfach aufzugeben und alles ohne Gegenwehr hinzunehmen.
Wichtig sind Informationen, was der einzelne selber tun kann, um sein eigenes Leben positiver gestalten zu können.

Ich habe für mich einen Weg gefunden, meinem Leben einen Sinn zu geben- das möchte ich mit MENSCH TRAU DICH hier auf diesen Seiten für jeden der Interesse hat vermitteln!



Einige Quellen Nachweise im Internet
zum Thema
LEBENSSINN

 

Lebenssinn-1

Lebenssinn-2

Lebenssinn-3

Lebenssinn-4

Lebenssinn-5

Wir verlangen, das Leben müsse
einen Sinn haben, aber es hat
nur ganz genau den Sinn,
als wir selber ihm zu
geben imstande sind.
Hermann Hesse

Deshalb!
Gestalte Dein Leben positiv,
um dem Sinn des Lebens
näher zu kommen!
ARCHIV VON MENSCH TRAU DICH AKTUELL 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



"Mensch trau Dich" Aktuell 03 - 01- 2018


Gedanken am Jahresende 2017

Das Jahr 2017 hat einige sehr negative Entwicklungen erfahren.

Ja man hat den Eindruck, bei Politik und Wirtschaft schwindet immer mehr
die Vernunft, für eine notwendige bessere Welt die Weichen zu stellen.

Ein guter Freund (Jörg Nädelin) hat im folgenden Text die wichtigsten
Probleme zusammen gefasst:

Abschied vom „Immer mehr“


Wir leben in einer Zeit des „immer mehr“, doch diese Zeit geht wohl zu Ende. Stagnation und dann auch Schrumpfprozesse werden vielleicht zur Normalität. Unser System ist darauf angelegt, dass die Wirtschaft wächst und die Steuern fließen. Wenn das Wachstum schwindet, gerät unser Wohlstand in Gefahr, Verteilungskämpfe verschärfen sich. Superreiche versuchen mehr denn je für sich zu bekommen. Je mehr man hat, je mehr man will. So ist der Homo sapiens.

Es wächst die elektronische Industrie, nur vermag es das Computerzeitalter nicht, das Volksvermögen zu erhöhen. Manches lässt sich leichter und schneller mit der Digitalisierung bewerkstelligen, nur entfaltet es in vielen Bereichen keine volkswirtschaftliche Produktivitätssteigerung. Wenn ein Mähdrescher digital ferngesteuert wird, bleibt der Ernteertrag derselbe. Die Entwicklung von der Sense zum Mähdrescher dagegen hatte eine sprunghafte Produktivitätssteige-rung zur Folge
(SPIEGEL Nr. 44).

Steuervermeidung – Diebstahl am Volksvermögen

80% des Vermögens in Steueroasen gehört den reichsten 0,1 Prozent der Haushalte (ZEIT Nr. 45 vom 2.11.17, S. 22). Das Vermögen in Steueroasen gehört Personen, die an der Spitze der Vermögensverteilung stehen. Viele Ultrareiche, selbstverständlich nicht alle, bekommen ihren Hals nicht voll. Diese Personen haben die Bodenhaftung verloren. Das ist augenscheinlich, wenn Banker oder Manager auf ihre Boni pochen und meinen, dass diese ihnen zustehen würden, auch wenn sie die Firma geschädigt oder gar wie einst im Fall Mannesmann in den Sand gesetzt haben. Dieses Selbstverständnis ist einfach unglaublich, auch dass solche Rechtsansprüche bestehen ist ein Skandal. Es gibt Superreiche, die meinen, sie hätten es mit ihrer „Händearbeit“ verdient, manche halten es ganz einfach für gottgegeben, besonders wenn sie ganz simpel reiche Erben sind oder in den Wohlstand eingeheiratet haben. Das größte Problem weltweit ist die Macht des Kapitals. Eine obere Oberschicht hat durch ihre Finanzmittel unglaub-lich viel Einfluss auf die Politik. Schon heute sind Politiker durch Lobbyisten in Teilen fremdbestimmt. Wie zögerlich die Maßnahmen gegen Steuervermeidung sind, konnten wir in den letzten Monaten und Jahre sehen. Wie lange hat es gedauert, bis unsere Finanzminister von Eichel über Steinbrück bis Schäuble gegen die CumCum-Geschäfte vorgingen. Die Finanzminister sind zuständig, dass die Einnahmen gesichert werden. „Wenn man nur die Billioneneinkommen, die aus Unternehmen und Vermögen erzielt werden um 10% höher besteuern würde,“ meint Josef Rick in einem SWR1 Interview Leute heute, „dann hätten wir 1/3 unserer Ertragssteuern auf dem Tisch liegen mehr.“ Dagegen ist die Solidari-tätsabgabe eine Kleinigkeit. Wir streiten geradezu über Nebensächlichkeiten.

Uns gehen jährlich Unsummen verloren, weil Merkel, Schäuble und Co nicht wollen oder nicht können. Dann muss man andere an die Schalthebel holen, die das können und wollen. Der Ärger über die Milliardenverluste des Berliner Flug-hafens ist berechtigt, aber in derselben Höhe entgehen monatlich dem Staat Finanzmittel und das ist ein viel größerer Skandal. Es gelingt nicht, Steuern von Firmen einzunehmen, die in Deutschland ihren Profit machen. Als Schäuble über die Steuerflucht angesprochen wurde, zog er die Schultern hoch, legte den Kopf etwas auf die Seite, verzog seinen Mund, wand sich und sagte: „Wenn man der Hydra einen Kopf abschlägt, wachsen gleich weitere nach“. Das ist ein Offenba-rungseid über den Unwillen und die eigene Unfähigkeit. Warum sind wir Bürger so blöd, dass wir uns das gefallen lassen? Unfähigkeit und Unterlassung von Missbräuchen gehören aufgedeckt und bestraft und dazu ist nun mal der Gesetz-geber zuständig. Dass der Finanzchef von Nordrhein-Westfalen, Borian (SPD), CDs von Steuerflüchtigen auswerten konnte, hatten wir nur zwei Parteien zu verdanken. Andere Parteien wollten das unterbinden, es sei illegal und unrecht, solche CDs aufzukaufen. Dass damit kriminelle Steuerhinterzieher verschont werden, schein nebensächlich und zählte erst in zweiter Linie.

Warum können wir Vettel, früher Schumacher, Beckenbauer und Co. nicht besteuern, nur weil sie im Ausland wohnen? In den USA müssen alle Bürger mit US-Pass, egal wo sie leben, ihre Steuern bezahlen und wenn sie auf ihre Staats-bürgerschaft verzichten, müssen sie bei der Passabgabe für den zukünftigen Steuerausfall aufkommen. Für eine kleine Gesetzesänderung diesbezüglich ist unsere Regierung nicht bereit wie zuvor andere. So etwas verstehe wer will.

Die Maßnahmen der EU gegen Steuervermeidung reichen bei weitem nicht aus. Man fragt sich, was die Politik da falsch macht und ob sie nur hilflos ist. Es fehlen harte Sanktionen, eine Hand wäscht die andere, man versteht sich so gut und der Lobbyismus feiert Urstände. Auch die Einigkeit der EU-Länder hat seine Grenzen. Einige EU-Länder übervorteilen andere EU-Länder. Tolle Gemeinschaft! EU-Boss Junker ist dafür ein böses Beispiel als er noch Regierungschef in Luxem-burg war. Wenn ich an den „Weihnachtsapfelbaum“ meiner vorletzten Weih-nachtsgedanken denke, fiel nicht nur ein Apfel vom Baum. Schlimm sind die angefaulten Äpfel (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei) und saure Früchte (Steuerfluchtstätten wie Irland, Luxemburg, Niederlande, Malta, Monaco, British Isle Of Man…), die an den Zweigen hängen. Das alles ist wenig förderlich für eine freundschaftliche, kooperative, zukunftsfähige und stabile Partnerschaft der EU-Länder. Das Verhältnis zueinander gefährdet gar die Demokratie.

Und was ich nie verstehen kann ist das Prinzip der „Einstimmigkeit“. So ein unsinniges Gesetz ist gegen jede Vernunft. Demokratie ist an Mehrheiten aus-gerichtet, aber Einstimmigkeit bei 28 Ländern beinhaltet Blockade. Sie ist unde-mokratisch und verhindert gegenwärtig, die Liste der Steuerfluchtländer auch auf die „Schwarzen Schafe“ der EU-Länder zu erweitern. Alles nur halbherzig und ohne Biss. Ein Strafverfahren an die polnische Regierung wird ins Leere laufen. Auch da müssen alle anderen Länder zustimmen. Die EU wird dadurch für uns Bürger unglaubwürdiger und viele wenden sich ab von der europäischen Politik, obwohl alle wissen, dass die Europäer zusammenhalten müssten, um unsere In-teressen gegenüber anderen Wirtschaftsmächten zu behaupten. Auch die Ein-stimmigkeit der fünf Veto-Mächte blockiert den Weltsicherheitsrat. Nur durch die Justizbehörden der USA gelang es, das Schweizer Bankengeheimnis zu kna-cken. Unsere Regierungen waren dazu nicht imstande, schließlich nutzte Kohl das Bankgeheimnis der Schweiz, um seine schwarze Kasse dort zu deponieren, getarnt als Spenden von Personen, denen Kohl sein „Ehrenwort“ des Stillschwei-gens gegeben habe. Das erklärt die jahrzehntelange Duldung des Schweizer Bankgeheimnisses! Aber es geht schließlich um Macht, und Macht kann man sich erhalten, wenn man über die dazu nötigen Schwarz-Geld-Mittel verfügt.

Das Offshore-Vermögen lag in der Finanzkrise bei zehn Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, gegenwärtig liegt es nahe zwölf Prozent. Extrem Reiche nehmen besonders in China, Russland, Lateinamerika und Afrika zu. Wir wissen, überall weitet sich die Schere weiter aus. Wie lange kann das gut gehen? Der globale Handel kommt allen zugute, hieß es. Zwar stieg das allgemeine Volks-vermögen, leider merkt davon ein Großteil der Bürger nichts, sie gehen leer aus.

Angela Merkel wird’s richten

Ohne USA geht manches nicht, wenn man an den Umgang mit der Natur und der Erdenergie denkt. Förderung der Kohleverstromung, Erdölförderung auch in sen-siblen Gebieten u. a. mit Hilfe des Frackings, Förderung der Massentierhaltung usw. ist Raubbau an der Erde. Die von beiden Parteien in der Obama-Regie-rungszeit eingegangene Verabredung mit den Naturschutzzonen sind von Trump und seinen willigen Untergebenen in entsprechender Position aufgekündigt. Auch in diesen Gebieten kann nun Öl gefördert werden. Doch das Trump-Fass mache ich nicht auf. Einfach nur unterirdisch ….!
Auch bei uns in Deutschland ist nicht alles viel besser. Wir exportieren Milch und Fleisch, die Umweltbelastung wird nicht dagegen gerechnet! Unter dem Titel „Das Naturschauspiel“ schreibt DIE ZEIT Nr. 45 über die (Schein)-Aktivitäten unserer Regierung. Ein Foto vom August 2007 zeigt Merkel vor einem Gletscher in Grönland. So beginnt die sagenhafte Kampagne zum Schutz unserer Umwelt.
Leider bleibt es nur ein Schauspiel, eine Show, zumindest wenn man das vergan-gene Jahrzehnt kritisch betrachtet.

Nie in den vergangenen 800.000 Jahren war die Konzentration von Treibhaus-gasen in der Atmosphäre so hoch wie heute. 2006 verabschiedet der Bundestag das Biokraftstoffquotengesetz. Dem Treibstoff sollen 10 Prozent Dieseltreibstoff aus Erdöl beigemischt werden. Rapsfelder blühen seitdem in ihrer kräftigen gelben Farbe. Ein schöner Anblick. Nur, der einseitige und nicht nur für die Kleinstlebewesen belastende Anbau von Raps reicht bei weitem nicht aus. So kommt man auf die Idee, das Öl aus intensivem Palmanbau zu gewinnen. Auch die Verbrennung des Palmöls soll klimaneutral sein. Allerdings nur auf den ersten Blick. Der Boden unter dem Regenwald speichert enorm viel Kohlenstoff. Wer-den Bäume gefällt, Stümpfe abgefackelt, die Böden aufgerissen, entweichen auf einen Schlag riesige Mengen Treibhausgase. Für jede in Deutschland durch den Biodiesel eingesparte Tonne Kohlendioxid werden in Indonesien bis zu 30 Ton-nen freigesetzt. Der Anbau der Palmen heizt die Erde auf. Die Bewohner in Indonesien und Malaysia verlieren in den Palmanbaugebieten ihre Lebensgrund-lagen. Der Regenwald stirbt und ist eigentlich die Lunge der Erde. Biodiesel wirkt oberflächlich wie ein guter Gedanke, die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Das wissen unsere Regierungen. Dagegen wird trotzdem nichts unternommen. Wis-senschaftler berechnen den Verbrauch zugelassener Nutzfahrzeuge und der PKWs, sowie den Flugzeugen, Schiffsmodellen und Kraftwerken. Die bisher unternommenen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, den anvisierten Emissionswert bis 2020 zu erreichen. 2005 lagen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bei 992 Millionen Tonnen und die Bilanz nach 10 Jahren weist einen Emissionswert von über 900 Millionen aus. Von allen fossilen Energieträgern ist die Braunkohle am schädlichsten für das Klima. Beim Verbrennen setzt sie am meisten Kohlendioxid frei. Kohlekraftwerke laufen weiter, auch bei uns und die besonders dreckige Braunkohle wird heute bei uns im Hinblick auf die Einwohnerzahl mehr gefördert als in jedem anderen Land der Welt. So die Aus-sage von Experten. Die Kohlendioxidspeicherung der Wälder werden weniger. Die Konsequenzen auf das Klima spürt man in vielen Teilen der Erde.

Im August 2014 sagt Merkel in einem Interview mit der ARD: „Ich werde auch weiterhin dem Klimawandel und seiner Bekämpfung die allerhöchste Aufmerk-samkeit widmen.“ Das unehrliche Schauspiel bzw. der Bluff oder das gehen weiter …

In der ZEIT sind vier Fotos mit folgenden Unterschriften abgebildet: „Autos: Sie werden größer und schwerer – Angela Merkel verhinderte strengere Vorgaben beim Spritverbrauch. Palmöl: Die Plantagen verdrängen den Regenwald – weil Merkels Regierung den Import förderte. Braunkohle: Jeder weiß, wie schmutzig sie ist – das Kanzleramt sagte Nein zum Ausstieg. Landwirtschaft: Chinesen lieben deutsche Milch – gut für die Kasse, schlecht für die Klimabilanz.“
Landschaftsverbrauch und keine Nachhaltigkeit

Der brasilianische Regenwald wird inzwischen wieder verstärkt vernichtet. Es gibt amtliche Waldschützer, die nach brasilianischem Gesetz die illegalen Zerstö-rer des Urwalds (Holzunternehmer, Sojapflanzer) ertappen, nur die regierungs-abhängigen Richter vermeiden jedwede Anklage. Der Ministerpräsident wiede-rum braucht die Partei der Landwirtschaftsvertreter, damit er seine Immunität beibehält. Er steht als korrupter Regierungschef sonst vor einer Anklage und hat viel mehr Dreck am Stecken als man das seiner Vorgängerin Rousseff nachweisen konnte, die durch seine Initiative des Amtes enthoben wurde. So kann ein Politi-ker aus rein egoistischen Gründen großen Umweltschaden anrichten und wir schauen machtlos zu. Ist die Politik in der Lage, zwischen wichtigen und unwich-tigen Themen zu unterscheiden und sind wir willens und überhaupt in der Lage dagegen zu steuern?


Es sieht nicht danach aus.

Mutterboden


Etwa 1,4 Milliarden Hektor Boden werden weltweit landwirtschaftlich genutzt. Jedes Jahr gehen 6 bis 12 Millionen Hektar verloren. Der Zustand eines Drittels aller Humusschichten, Weiden und Äcker haben sich verschlechtert. Gesunde Böden ernähren nicht nur, sie filtern Regen zu Trinkwasser, speichern Feuchtig-keit, kühlen das Mikroklima und entziehen der Luft mehr Kohlendioxid als die Ozeane. Der Boden ist voller Organismen, der Abgestorbenes in neues Leben verwandelt. (ZEIT vom 14.9.17. Nr. 38). Doch kurzfristiges Denken herrscht mit Unter- und Überweidung, Überdüngung, Überwässerung, einseitigem Anbau von Feldfrüchten, Verseuchung durch Agrar- und Umweltgifte. Die Erlaubnis durch einige EU-Länder weitere 5 Jahre Glyphosat verwenden zu können, zeigt, dass auch in Europa die Lobbyisten die Oberhand gewonnen haben. Ärzte ver-muten Auswirkungen auf unsere Gesundheit mit mehr Krebsfällen, denn Glypho-sat ist in Milch, Brot und anderen Grundnahrungsmitteln nachweisbar. Noch augenscheinlicher schadet es der Natur. Außerdem verschwinden fruchtbare Küstenstreifen unter Asphalt, Beton, Zement. Auch bei uns wuchern Siedlungs- und Industriebauten über das Grünland. 40 Prozent unserer Lebensmittel wach-sen in Afrika, Südamerika und Asien und die Bevölkerung dort benötigt ihre landwirtschaftlichen Produkte selbst.

Die weiterhin rasche Zunahme des Bevölkerungswachstums raubt armen Ent-wicklungsländern jedes Wirtschaftswachstum. Die Erde lässt sich nicht vermeh-ren, wir leben heute schon über den nachwachsenden Ressourcen. Die Uhr läuft rückwärts und jedes Wirtschaftswachstum hat eine Kehrseite. Wir nähern uns dem Ende der Expansion und das heißt nichts Gutes für den Weltfrieden.

Klima

Fake-News haben nicht erst Rechtspopulisten erfunden. Seit Jahrzehnten steuern Energiekonzerne und manche erzkonservativen Medien eine Desinfor-mationskampagne, um Zweifel am Klimawandel zu säen. Wie lange gab und gibt es immer wieder Gegendarstellungen, dass man etwas nicht nachweisen könne und dass der Klimawandel, das Wegsterben von Tieren auf Chemieeinsätze oder andere Mensch gemachte Taten zurück zu führen sei. Alles erst mal wegstreiten oder in Frage stellen, damit man so weitermachen kann, schließlich geht es um Profite und Absatzmärkte. Auch die Landwirtschaft meint, dass nur mit dem Einsatz von Herbiziden die Weltbevölkerung zu ernähren sei.

Der Autoverkehr soll weiterhin zunehmen, auch der Flugverkehr. Wie will man da einen Schadstoffrückgang bewerkstelligen? Bei Flugzeugen geht das schon mal gar nicht. Die vielbesprochenen Elektroantriebe werden uns nicht wie erwünscht weiterhelfen. Wie hoch ist der Energieverbrauch zur Herstellung der Akkus? Wie lange halten sie? Woher kommt der Strom? Das alles ist noch unge-klärt. Wie euphorisch setzte man auf Raps, Soja, Palmölplantagen und andere nachwachsende Rohstoffe bis man bemerkte, dass man dadurch der Umwelt und der Natur irreversiblen Schaden zufügt. Dazu kommt die Abhängigkeit für Materialien, die man zum Bau von Batterien braucht und teuer importieren muss. Deutschland hat wenig oder keine Vorkommen an Graphit, Nickel, Man-gan, Lithium und Kobalt.

Für den Stadtverkehr werden Elektrofahrzeuge Schadstoffentlastung bringen. Für Fahrstrecken über Land werden wir weiterhin auf Benzin- und Dieselmotor angewiesen sein. Wasserstoffantriebe benötigen zur Herstellung einen Energieaufwand von über 70 Prozent. Auch das ist Energieverschwendung, die nur zu rechtfertigen ist, wenn es gelänge, überschüssige Stromkapazitäten dafür zu verwenden.

Leichter gesagt als getan!

Vernetzung intelligenter Transportmittel wird nur in Teilen tägliche Staus ver-meiden helfen. Wir schaffen nicht einmal eine generelle Geschwindigkeitsbe-grenzung auf unseren Autobahnen. Das wäre ohne Aufwand zu machen, würde etwas Entlastung beim Schadstoffverbrauch bringen und manche Staus vermei-den helfen. Wenn immer mehr Menschen ins Flugzeug steigen, schwere und grö-ßere Autos benutzen, werden sparsamere Techniken zunichte gemacht. Die Autos wurden in den letzten Jahrzehnten allein schon durch die Elektronik und einem größeren Komfort immer schwerer.
Die Jahresdurchschnittstemperaturen werden weiterhin ansteigen.

Artenvielfalt

Als Laie und Gartenbeobachter stelle ich mit Erschrecken fest, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Vögel unseren Garten bevölkern und im Winter das Futter-haus aufsuchen. Gegenwärtig fliegt nur der Eichelhäher die Futterstelle an. Selbst Amsel und Meisen sind heuer nicht mehr täglich anwesend. Noch bedroh-licher für die Menschheit ist der drastische Rückgang der Insekten; das sagt die Wissenschaft. 76 Prozent Rückgang seit 1989 sind nachgewiesen. Das ist heftig und zeigt, wie schnell sich durch uns Menschen alles verändert. Sehenden Auges schlittern wir in eine ökologische Katastrophe. Auch der Rückgang der Kleinlebe-wesen in den Weltmeeren wird zum Problem. Im Wasser stehen sie am Anfang der Nahrungskette, ebenso die Insekten zu Lande. Neben dem Verkehr, der Industrie- und Siedlungsbauten, dem Straßenbau bzw. dem Straßen- und Luft-verkehr mit einhergehender Luftverschmutzung ist tatsächlich unser Essverhal-ten Hauptverursacher des Insektenrückgangs. Der Fleischkonsum kann nur ge-deckt werden mit Massenproduktion,
einhergehend mit Gülleflut und extensi-vem einseitigem Ackerbau. Wenn nur jeder seinen Fleischkonsum auf die Hälfte reduziert, würde das Entlastung bringen und seiner Gesundheit guttun.

Als Vegetarier habe ich es leicht, auf mehr Fleischverzicht zu verweisen. Die Signale der Wasserämter und Naturschutzbehörden über die Nitratwerte im Grundwas-ser durch Überdüngung, die Pestizide zur Eindämmung von Wildpflanzen und die Zunahme von Kunststoffmüll usw., all das zeigt, dass wir zur Umkehr nicht bereit sind. Wir schaffen im günstigen Fall lediglich halbe und wenig ambitionierte Maßnahmen, von einer Wende sind wir meilenweit entfernt.

Wer will schon auf Gewohntes, auf Bequemlichkeit, auf Luxus verzichten?


Erdgeschichtlich sind 99 Prozent aller Arten, die mal gelebt haben, verschwun-den. Doch das geschah in vielen Millionen von Jahren. Das Tempo in unserer Zeit macht den Unterschied. Mindestens 100 Mal, vielleicht auch bis zu 1000 Mal verschwinden Arten schneller seit unserer industriellen Entwicklung. Genau lässt sich das nicht verifizieren. Jedenfalls ist es augenscheinlich, wie wir den Ast absä-gen, auf dem wir so bequem sitzen. Wie prächtig sich die Menschheit entwi-ckelte auf Kosten der Lebewesen, der Pflanzen, der Luft, der Meere und Gewäs-ser und des Rohstoffverbrauchs. Ohne funktionierende Ökosysteme können wir nicht existieren. Überleben kann man nicht allein. Homo sapiens herrscht über diese Welt, ohne sie zu wahren.

Die ZEIT schreibt: „Das spottet seiner Intelligenz“.

Jörg Nädelin


Kommentar von Edward Grossmann:

Sollte dieser Bericht nur die nächsten 10 Jahre zur Verfügung stehen- würden die Leser sehr gut die weitere negative Entwicklung erkennen.

In etwa 100 Jahre werden die Probleme von 2017 sicher als noch sehr
klein empfunden werden.

In etwa 500 Jahre kann alles Schnee von gestern sein und die Menschheit
ist unter Umständen schon unter gegangen, oder mitten drin.

All das können wir schon heute erkennen, aber der Wille es nicht soweit
kommen zu lassen, wird von den Verantwortlichen ignoriert!